Cinder & Ella 2 von Kelly Oram

2/5

❀ Hierbei handelt es sich um ein Rezensionsexemplar ❀

AUTOR: Kelly Oram
VERLAG: One Verlag
GENRE: Liebesroman, Young Adult
ERSTERSCHEINUNG: 30.09.2019
ISBN:978-3-8466-0089-4
SEITENZAHL: 528
PREIS: Paperback 12,90€ Band 1: Cinder & Ella Band 2: Cinder & Ella - Happy End - Und dann?

❧ Zusammenfassung:

In diesem Band geht es um den Alltag von Brian & Ella. Nachdem ihre Beziehung öffentlich wurde, ergeben sich immer mehr Probleme. Schneller, als ihnen lieb ist, werden sie aus ihrer rosaroten Phase gerissen und in die grausame Realität geworfen. Denn Brians Leben steht, als angesagtester Schauspieler Hollywoods, im Fokus der Öffentlichkeit, wodurch nun auch Ellas Leben ins Rampenlicht rückt. Im Buch wird der Alltagsstress thematisiert, der aus wirklich vielen Aspekten besteht. Sei es Ellas körperliche Verfassung, Brians Karriere, Ellas Verhältnis zu ihrer Familie und viele andere Sachen. 
Nun stellt sich die Frage, ob ihre Liebe allen Widrigkeiten strotzt oder die junge Liebe daran zerbricht. 

❧ Meine Meinung:

Das Cover sieht sehr süß aus und passt für mich auch zum Genre Young Adult. Dabei fand ich es schade, dass die Innengestaltung nicht etwas aufwendiger war. Trotzdem mag ich die Farben des Covers und der Buchrücken sieht im Regal auch schön aus. 
Wie bereits erwähnt ist die Liebesgeschichte dem Young Adult Genre zuzuordnen. Im Vordergrund steht die Romanze zwischen Brian und Ella, die durch ihre Außenwelt stark auf die Probe gestellt wird. 
Ellas Selbstbewusstsein scheint stark unter dem Bekanntheitsgrad von Brian zu leiden. Sie vergleicht sich viel mit anderen, zum Beispiel in der Szene in der Mall. Einerseits kann ich das verstehen durch ihre Verletzungen und Narben, andererseits war es irgendwann für mich zu viel und langweilte mich. Ich mag die toughe, schlagfertige Ella. Natürlich hat jeder Mensch seine Unsicherheiten in Bezug auf alles mögliche und das möchte ich auch gar nicht kritisieren. Mir geht es eher darum, dass ich mir mehr Abwechslung gewünscht hab. Es ging fast durchgängig ums gleiche Thema. Als es dann zu einer Besserung oder einem Fortschritt kommt, ist das Buch auch schon vorbei, was ich persönlich sehr schade fand. 
Mit Brian hatte ich in diesem Band Schwierigkeiten. Für mich war er sehr schnulzig, aufgesetzt und das er Ella “Mamacita” nennt, fand ich abstoßend. Leider überhaupt nicht mein Fall. Trotzdem versucht er Ella in allen Lebenslagen zu unterstützen, wobei ich manchmal finde, dass es so rüberkommt, als würde er sie gleichzeitig auch zu seinem Vorteil nutzen, zum Beispiel für die mediale Aufmerksamkeit, das Fotoshooting oder um in seiner Agentur sein Ansehen zu steigern. 
Ich muss leider sagen, dass mich die ganze Geschichte nicht so mitreißen konnte, aber mich hat der erste Band genauso wenig vom Hocker gehauen. Es war ok. Für zwischendurch nicht schlecht, aber ich hatte nie wirklich das Bedürfnis weiterzulesen. 
Wegen der genannten Punkte konnte ich mich nicht so richtig in die Geschichte fallen lassen und genießen. Mein Lesefluss wurde auch durch komische Schreibweisen unterbrochen. Das Wort “Ja” wurde von Ella immer als “Jaah” (oder so ähnlich) ausgesprochen. In der Umgangssprache machen das bestimmt viele Menschen, aber mich hat es beim Lesen gestört. Dazu kam noch die schlechte Darstellung der SMS. Ich hatte stellenweise Probleme zu erkennen, wer was geschrieben hat. Auch hier nicht sehr hilfreich für den Lesefluss. 
Für mich hat sich das gesamte Buch, wie eine lange lange Hinführung zum ersten Mal von Brian und Ella angefühlt. Ohne den Epilog wäre ich absolut enttäuscht gewesen. Gleichzeitig fand ich ihn auch unangenehm. Ich möchte nicht, dass mein Freund vor meinen Eltern ankündigt, dass er gleich Sex mit mir hat und deswegen fluchtartig das Haus verlässt. Aber jedem das seine. 
Zwischendurch hatte ich auch das Gefühl, dass es noch zu einem richtigen Konflikt zwischen Erik und Brian kommen kann. Ella beschreibt Erik als attraktiv, nett und einfühlsam und irgendwie hatte ich die Hoffnung, dass da noch mehr kommt, weil ich schon den Eindruck hatte, dass Ella ihn sehr interessant findet. Das wäre nochmal ein richtig heftiger Twist gewesen. 
Den zweiten Stern hat sich das Buch von mir verdient, weil ich die Kapitel, in denen es um den Streit zwischen Ellamara und ihrem Vater geht wirklich sehr gut fand. Ein Kapitel hat mich dabei sogar zum Weinen gebracht. Die Kapitel waren niederschmetternd, verletzend und grausam, aber dabei eben so echt. Es war nichts aufgesetztes, sondern einfach die grausame Realität. 
Dabei wird die Geschichte abwechselnd von Brian und Ella erzählt. Für mich hätte es gerne mehr Spannung geben dürfen, wie zum Beispiel durch eine unerwartete Wendung, die sich mit Erik eigentlich angeboten hätte. Wie bereits gesagt, hatte ich Probleme mich in die Geschichte hineinzuversetzen, wodurch ich mich emotional auch nicht so gut einfühlen konnte. 
Als Zielgruppe würde ich Teenager benennen, da es vorrangig um die erste große Liebe, Konflikte mit den Eltern und allgemein Hürden des Erwachsenwerdens geht. 

❧ Mein Fazit:

Leider konnte mich diese Fortsetzung nicht mitreißen. Vielleicht wäre es besser gewesen die Geschichte von Cinder & Ella nach dem ersten Band zu beenden. 
Dennoch Kapitelweise ganz gut, was aber den Gesamteindruck auch nicht radikal umreißt. 
Schreibt mir doch gerne in die Kommentare, wie ihr die Fortsetzung fandet! Gab es Bücher, bei denen euch die Fortsetzung auch total enttäuscht hat? :/ 
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